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Richterin Precht lässt Urteil gegen Tierbefreiungsaktivisten durchprügeln.

Der zweite Prozesstag begann ähnlich wie der erste mit doppelter Eingangskontrolle, die gemeinschaftlich von Richterin Precht und Amtsgericht Direktor Günter Busche angeordnet wurden.

Karl-C. stieg in die Verhandlung mit einen Befangenheitsantrag gegen die Richterin ein. Gründe dafür waren ihre Beschneidung der Öffentlichkeit durch diskriminierende und eklige Einlasskontrollen.
Auszug aus dem Antrag: “ Das es sich hierbei nicht nur um willkürliche Entscheidungen und ekelhaftes Gebahren seitens der Justizwachmeister_innen handelt, belegt der Aushang zu den Sicherheitbestimmungen. Die Kontrollen dienen der Abschreckung und Verunsicherung des Publikums und machen somit ein faires Verfahren unmöglich. Das Gericht versucht dadurch seine absolute Macht, auch über die intimsten Körperbereiche der Zuhörer_innen und Angeklagten zu demonstrieren und dadurch Widerstände zu unterdrücken.“
Es folgten weitere Anträge, die, wie der Vertreter der Staatsanwalt in seiner Stellungnahme feststellte, die tiefgehende Verachtung des Angeklagten gegenüber der Justiz beinhalteten. Als ob Richterin Precht mit ihren Justizwachmeister_innen diese Verachtung gegenüber ihrer Institution noch einmal unter den Anwesenden verfestigen wollte, folgte dieser Aussage eine „Prügelorgie“, in der die Justizwachtmeister_innen 6 Prozessbeobachter_innen aus dem Saal prügelten, weil diese sich nicht von ihr den Mund verbieten lassen wollten. (mehr…)

Prozessbericht vom ersten Verhandlungstag

Aktion vor dem Prozess

Bereits am Tag vor dem Prozess wurde der „ordnungsgemäße“ Ablauf des Amtes für Wirtschaftsförderung, Bauen und Kreisentwicklung in Celle, dessen „Hausherr“ Gerald Höhl sowohl für die Genehmigung der Mastanlagen als auch für das Strafverfahren verantwortlich ist, ein wenig durcheinander gebracht. Mehre Aktivist_innen betraten das Gebäude. Sie verklebten Fotos von Hühnern, die das Leid in Mastanlagen dokumentieren. Zudem verteilten sie im Gebäude tausende kleine Zettel mit Botschaften wie z. B. „Hier wird lebenslange Gefangenschaft genehmigt“, „Hier wird Widerstand bestraft“ und „Tiere wollen leben“. (Hier die Pressemitteilung)

Der Prozessablauf

Wie bei Prozessen am Amtsgericht Celle, zu denen öffentlich aufgerufen wird, sie kritisch zu beobachten, üblich, mussten alle Prozessbeobachter_innen auf Anordnung des Gerichts vor Betreten des Gerichtssaals eine doppelte Leibesvisitation durch Justizwachtmeister_innen über sich ergehen lassen.

Eingeleitet wurde die Verhandlung mit einigen Anträgen, in denen Karl-C. seine Ablehnung gegenüber der Justiz, die Menschen bestraft und kriminalisiert um die herrschenden Verhältnisse, in denen Profitinteressen über die Bedürfnisse von Menschen und anderen Tieren gestellt werden, zu wahren. Desweiteren wurde folgende Solidaritätsbekundung mit der Aktivistin Isabelle Jahnke verlesen, die derzeit im Gefängnis sitzt, da sie im Sommer 2009 an der sogenannten Boehringer-Besetzung beteiligt gewesen sein soll.: (mehr…)

„Hausfriedensbruch“ Prozess gegen Tierbefreiungsaktivisten in Celle


Künstler: Hartmut Kiewert Quelle: linksunten.indymedia.org

Der Politische Hintergrund des Verfahrens:
„50 Milliarden „Nutztiere“, plus ca. 140 Millionen Tonnen Fische und andere Meerestiere (hier werden die einzelnen Individuen gar nicht erst gezählt) werden jedes Jahr geschlachtet. Allein in Deutschland sind es pro Jahr ca. 500 Millionen geschlachtete „Nutztiere“. Der größte Teil landet in den Mägen der Menschen, welche die so genannte „erste Welt“ bewohnen. Ein_e durchschnittliche_r Deutsche_r „verbraucht“ im Laufe seines/ihres Lebens ca. 22 Schweine, 7 Rinder, 20 Schafe, 600 Hühner sowie etwas Wild für seinen/ihren Fleischgenuss. Dabei stammen 98 % des Fleisches aus Massentierhaltung.“1

Diese Zahlen stehen für eine unfassbare Zuspitzung des Verhältnisses zwischen Mensch und Tier. In denen Tiere zu Objekten gemacht werden, zu ausbeutbaren Ressourcen, zu auf den Markt verwertbare Waren. Mastanlagen stehen leider nur exemplarisch für viele andere Orte in unserer Gesellschaft, in denen die Bedürfnisse von Tieren systematisch Missachtet werden. (mehr…)

„Hausfriedensbruch“-Prozess gegen Tierbefreiungsaktivisten in Celle

Prozesstraining vom 14. bis 16.12. in Braunschweig

Einladung zum Prozesstraining
Wan?
vom 14. bis 16.12. 2012
Beginn Freitag 18.00 Uhr und Ende Sonntag 15.00 Uhr
Wo?
im Nexus (www.dasnexus.de)
Frankfurter Str. 253
Braunschweig

Anlässlich aktuell laufendender Strafverfahren die sich angeblich
wehrend der Critical Mast Aktionsfahrradtour ereigneten
(Hausfriedensbruch im Rahmen einer Anhörung zu zwei neu geplanten
Mastanlagen in Celle und Nötigung und Verdacht des gefährlichen
Eingriffs in den Straßenverkehr bei einer Blockade eines
Tiertransporters beim Megaschlachthof in Wietze) Hintergrundinfos unter
: criticalmast.blogsport.de, organisieren wir ein Training zur
Vorbereitung auf kreativ offensive Prozessführung Das Training richtet
sich sowohl an Angeklagte, die sich selbst verteidigen wollen, als auch
an Unterstützer_innen im Publikum. Es wird sich auf diese konkreten
Fälle beziehen und ist ebenso für die Angeklagten wie
Unterstützer_innen gedacht. (mehr…)